Glasfaser: die Vorteile des modernen Internetanschlusses

Durch die fortschreitende Digitalisierung finden immer mehr Aspekte unseres Alltags online statt. Damit steigen auch die Anforderungen an die verfügbare Bandbreite, die herkömmliche DSL-Verbindungen über Kupferleitungen nicht mehr erfüllen können. Glasfaseranschlüsse haben sich längst als leistungsstarke Alternative etabliert, sind allerdings noch nicht flächendeckend verfügbar.


In diesem Ratgeber beleuchten wir die wichtigsten Aspekte des Glasfaser-Internets.

Was ist Glasfaser-Internet?

Glasfaser-Verbindungen ermöglichen die nahezu verlustfreie Datenübertragung mit besonders hohen Geschwindigkeiten von bis zu 10.000 Mbit/s. Sie setzen allerdings eine andere Infrastruktur als DSL-Verbindungen voraus, die herkömmliche Telefonleitungen nutzen. Leitungen für Glasfaser-Internet bestehen aus den namensgebenden Glasfasern. Der Umstieg von Kupfer auf Glasfaser erfordert entsprechend bundesweit eine Modernisierung der Leitungen – aber auch Anpassungen im eigenen Zuhause.


Um Internet über Glasfaser zu erhalten, muss zunächst eine Glasfaserleitung bis zum Wohnort verlegt werden. Diese endet dann je nach lokalem Glasfaser-Ausbau bei einer Anschlussdose vor oder im Wohnhaus. Diese Dose dient als Verbindungspunkt zur Glasfaserleitung, die vom jeweiligen Netzbetreiber gelegt wurde.


Für die Verbindung zwischen Anschlussdose und Heimnetzwerk ist zunächst ein APL (Abschlusspunkt Linientechnik) zuständig. Dabei handelt es sich gewissermaßen um den Übergabepunkt, an dem das Signal aus der Glasfaserleitung des Netzbetreibers in das Wohnhaus gelangt. Anschließend übernimmt ein Optical Network Termination (ONT) die Kommunikation und übersetzt die empfangenen Lichtsignale in elektrische Signale. Dieses Gerät wird oftmals auch als Glasfaser-Modem bezeichnet und übergibt die empfangenen Daten an den Router, der schließlich alle Endgeräte per Kabel oder WLAN anbindet.

Wie unterscheiden sich Glasfaser- und DSL-Anschlüsse?

Glasfaser und DSL sind zwei unterschiedliche Technologien für die Vernetzung über größere Distanzen.


DSL (Digital Subscriber Line) nutzt Kupferkabel, die ursprünglich für Telefonleitungen entwickelt wurden. Die Technik wurde im Laufe der Jahre erweitert. Zu den bekanntesten Varianten gehören ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line) und VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line). Theoretisch sind mit DSL-Verbindungen Datenübertragungsraten von bis zu 300 Mbit/s möglich – die tatsächliche Leistung sinkt jedoch mit steigender Entfernung zwischen Vermittlungsstellen.


Im Gegensatz dazu verwendet Glasfaser Lichtsignale, die durch dünne Glasstränge gesendet werden. Diese Technik ermöglicht selbst über größere Distanzen eine nahezu verlustfreie Übertragung mit deutlich höheren Datenraten bis zu 10 Gbit/s-Bereich.


Wichtig zu wissen ist jedoch, dass es entscheidende Unterschiede zwischen Glasfaser-Anschlüssen gibt. Wie schnell die Glasfaser-Anbindung in der Praxis wirklich ist, variiert nämlich im Einzelfall abhängig von der lokalen Ausbaustufe. Wir erklären die dafür wichtigen Bezeichnungen:

  • FTTC (Fibre to the Curb / „Glasfaser bis zum Bordstein“): Die Glasfaserleitung endet im Verteilerkasten „am Bordstein“. Für den restlichen Signalweg ins Haus oder in die Wohnung kommen allerdings klassische Telefonkabel zum Einsatz. Das bremst die Verbindung aus.
  • FTTB (Fiber to the Building / „Glasfaser bis ins Gebäude“): Die Glasfaserleitung endet im Haus. Entscheidend für die Übertragungsleistung ist dann, ob für die letzten Meter Telefon- oder Netzwerkkabel zum Einsatz kommen.
  • FTTH (Fibre to the Home / „Glasfaser bis in die Wohnung“): Die Glasfaserleitung reicht bis zur privaten Anschlussdose im Keller des Eigenheims oder in der Wohnung und ermöglicht somit die schnellste Übertragung.

Glasfaseranschluss: Verfügbarkeit und Kosten

Die auch von der Politik vorangetriebene Kupfer-Glasfaser-Migration nimmt zwar Fahrt auf, ist aber noch lange nicht abgeschlossen. Entsprechend sind Glasfaser-Anschlüsse nicht flächendeckend verfügbar und Interessenten müssen sich zunächst über den lokalen Ausbau informieren.


Übersichten zum voranschreitenden Ausbau des Glasfaserausbaus sind beispielsweise:


Da am Glasfaserausbau in Deutschland viele unterschiedliche Anbieter und Netzbetreiber beteiligt sind, empfiehlt es sich grundsätzlich immer, beim eigenen Anbieter den aktuellen Ausbaustatus zu erfragen. In diesem Zuge können dann auch die anfallenden Kosten für den Glasfaser-Hausanschluss in Erfahrung gebracht werden. Der Anschluss ist nämlich grundsätzlich nicht kostenlos, die Preise variieren jedoch stark: Einerseits schwanken die Kosten je nach Anbieter, andererseits gibt es immer wieder Sonderkonditionen – besonders dann, wenn die Erschließung neuer Wohngebiete bevorsteht.


Auch die laufenden Kosten von Glasfaseranschlüssen variieren je nach Anbieter – genau wie bei DSL-Anschlüssen. Grundsätzlich lässt sich jedoch sagen, dass Glasfaseranschlüsse mit höheren monatlichen Gebühren einhergehen als DSL-Alternativen. Im Gegenzug steigt aber auch die Geschwindigkeit der Online-Anbindung deutlich.

Wer braucht einen Glasfaseranschluss?

Die Antwort auf diese Frage richtet sich nach den individuellen Anforderungen. DSL-Anschlüsse bieten aktuell ausreichend Bandbreite für die meisten alltäglichen Online-Anforderungen – dazu gehört auch hochaufgelöstes Video-Streaming. Der Wechsel zu Glasfaser lohnt sich vor allem für Haushalte mit vielen gleichzeitig aktiven Endgeräten oder wenn große Uploads und Downloads an der Tagesordnung sind.


Seine Stärken spielt die Glasfaser-Technologie vor allem bei Anwendungen aus, die besonders Bandbreiten-hungrig oder -sensibel sind:

  • Hohe Geschwindigkeit: Glasfaseranschlüsse bieten sehr hohe Up- und Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 10 Gbit/s.
  • Zukunftssicherheit: Mit der fortschreitenden Digitalisierung wird die Nachfrage nach höheren Bandbreiten weiterhin steigen.
  • Geringe Latenz: Entscheidend für die Echtzeit-Kommunikation – beispielsweise beim Online-Gaming oder Videokonferenzen.


Wichtig zu beachten ist, dass die Glasfaser-Anbindung in Zukunft auch in Deutschland zum neuen Standard werden soll. Die Planungen für die Abschaltung des Kupfernetzes laufen bereits. Diese ist im gesamten Land voraussichtlich aber erst zwischen den Jahren 2035 bis 2040 abgeschlossen (Quelle: Positionspapier des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung).

Mit devolo das Maximum aus Glasfaser-Internet herausholen

Nutzer von Glasfaseranschlüssen surfen nicht vollautomatisch mit Gigabit-Geschwindigkeit, nur weil sie einen Glasfaser-Internet-Vertrag abgeschlossen haben. Denn wie bereits die unterschiedlichen Arten des Glasfaser-Ausbaus zeigen: Entscheidend sind vor allem die letzten Meter des Übertragungsweges. Und hier klafft in vielen Haushalten eine Lücke zwischen Glasfaser-Endpunkt und Router oder dem Router und den Endgeräten.


Ein typischer Problemfall: In einem Eigenheim liegt im Keller eigentlich pfeilschnelles Glasfaser-Internet an. Allerdings ist dann ein einziger Router dafür zuständig, über mehrere Stockwerke hinweg sämtliche Endgeräte anzubinden. Das Ergebnis: Schon nach der ersten Zwischendecke ist die eigentlich verfügbare Bandbreite deutlich beschnitten.

Die Lösungen von devolo helfen dabei, den Anschluss so verlustarm wie möglich zu den Endgeräten zu bringen. Die devolo Giga Bridge beispielsweise verbindet Glasfaser-Endpunkt und Router auch über mehrere Etagen zuverlässig und stabil miteinander.


Die Powerline-Adapter und WLAN-Repeater von devolo wiederum unterstützen die Verbindung auf dem weiteren Weg durchs Zuhause, damit auch wirklich alle Geräte vom Glasfaseranschluss profitieren und die Bandbreite sowohl kabellos als auch kabelgebunden dorthin kommt, wo sie gebraucht wird.

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